In der Sonne von Mexico

Als wir gegen 19 Uhr Ortszeit unser Zimmer in Cancun direkt am Meer beziehen, sind wir 22 Stunden auf den Beinen und die Wellen rauschen uns in den Schlaf. Natürlich bin ich morgens früh wach und schaue entzückt aus dem Fenster. Ein malerischer Sonnenaufgang und Pelikane auf dem Felsen direkt vor dem Fenster begrüßen mich. Obwohl erst 7 Uhr ist es draußen schwülwarm. Nach dem Frühstück mit viel Obst besuchen wir den Mercado 28 und bummeln neugierig an den vielen Verkaufsständen entlang. Grellbunte Textilien, Schuhe, Kunsthandwerkliches und jede Menge Kitsch, dazwischen Friseure, dann Fleisch, Obst und Gemüse und kleine Imbissbuden. Später gehen wir zum Wasser. Das ist glasklar, 27o C warm, von unglaublichem Blau und sehr salzig, so dass die Augen brennen. Schnell noch ein paar Ansichtskarten schreiben, dann treibt uns der Magen ans Mexikanische Buffet. Suppe, Salate, Gemüse, mehrere Fleisch- und Fischgerichte, natürlich Tortilla und eine Dessertauswahl – oh, ich platze
gleich. Nach 3 Tagen Sonne und Meer packen wir für unsere Rundreise Auf den Spuren der Maya.
Zuerst geht es nach Süden, Richtung Tulum. Die Ruinenstadt war noch im 16. Jahrhundert dicht besiedelt und zieht heute Scharen von Touristen an. Eine wehrhafte Mauer umschließt den Kultbereich mit kleinen, auf Plattformen ruhenden Tempeln. Der Haupttempel steht an exponierter Stelle am Ozean, wo das vorgelagerte Riff eine schmale natürliche Fahrrinne in den Hafen bot. Mayaschiffe konnten sich an 2 Signalfeuern im Tempel orientieren. Für Spanier war das Riff unpassierbar. Den schönsten Blick bietet der Tempel des Windgottes auf einem Kalkfelsen über dem Meer. Zum Tagesabschluss besuchen wir den Naturpark Xel-ha. Hier mischen sich die süßen Wasser eines unterirdischen Flusses mit dem des Ozeans in einer traumhaften, fischreichen Lagune. Man kann schnorcheln und schwimmen.
Heute besuchen wir Chichen Itza. Die um 800 gebaute 25 Meter hohe Pyramide des Kukulcan beeindruckt durch ihre tiefe kosmische Symbolik von Ausrichtung, Stufen und Plattformen. Erst vor 35 Jahren wurde entdeckt, dass am Äquinoktium Licht und Schatten einen Schlangenkörper bilden, der sich die Pyramide hinabwindet. Die Pyramide des Kukulcan hat 92 Stufen, je ca. 30 cm hoch. Ein phantastischer Ausblick über die Ruienenstadt belohnt für den schweißtreibenden Aufstieg.
Am nächsten Morgen starten wir Richtung Uxmal. Das Hotel ist ein Traum. Zweistöckige Häuser in einem weitläufigen Park umgeben den Pool. Wir bewohnen ein riesiges Zimmer mit Veranda und Schaukelstuhl, 3 Meter breitem Bett und Wirlwanne. Die Besichtigungsrunde führt uns zunächst zum Wahrsagetempel. Daran schließt sich das „Viereck der Nonnen“, eine 65 x 45 Meter große Anlage aus Tempeln und Gängen. Besonders reizvoll ist ein breiter dekorativer Fries aus geometrischen Mustern und stilisierten Masken.
Am Morgen begrüßen exotische Vogelstimmen einen sonnigen Tag. Wir haben ca. 780 km Fahrt durch wechselhafte Landschaften nach Palenque am Fuß der Sierra Matre-Gebirgskette vor uns. Als wir den Golf von Mexiko erreichen, führt die Küstenstraße teilweise nur 2-3 Meter neben den flachen Wellen am Strand entlang. Zahlreiche Pelikane, Reiher und Möwen lassen Fischreichtum vermuten. Das Restaurant zur Mittagsrast besteht aus Holzpfosten auf Betonfußboden direkt am Wasser, mit Palmwedel Dach und Windschutzwand aus Folie, Plastikstühlen und einem kleinen Steingebäude für Küche und Toiletten. Wir probieren Fischsuppe mit Krebsfleisch, Meeresfrüchtesalat aus Srimps, Tintenfisch und Austern und Fischfilet mit Srimpsfüllung. Alles ist ganz frisch und lecker zubereitet. Wir verlassen den Golf von Mexiko auf einer schmalen Straße quer über eine langgestreckte Lagune. Nun geht es stundenlang durch eine offene, mit extensiver Rinderhaltung genutzte Landschaft.
Das Hotel Plaza Palenque empfängt uns mit einem Willkommensdrink. Am Morgen besuchen wir die bekannten und als Weltkulturerbe erhaltenen Ruinen von Palenque. Hier sollen zur Mayazeit bis zu 50.000 Menschen gelebt haben. Die Gebäude passen sich mit einzigartiger Harmonie in die Landschaft. Am Tempel der Innschriften sind über 600 Hieroglyphen zu bewundern. Der Herrscherpalast steht mit seinen verschachtelten Höfen auf einer Plattform. Besonders eindrucksvoll ist der botanische Weg durch den Dschungel. Ein mächtiger Mahagonibaum, armdicke Lianen, Termitenbauten, Libellen und bunte Schmetterlinge ziehen unsere Blicke auf sich. Als wir die kaskadenartigen Wasserfälle erreicht haben, ertönt aus der Ferne plötzlich Gebrüll wie von einer Raubkatze, das rasch näher kommt. Ich stehe auf einer Hängebrücke und sehe hoch in den Wipfeln eine Familie Brüllaffen possierlich turnen.
Heute geht es noch weiter bis Campeche. Am Morgen ist unser Ziel die Lagune von Celestun. Der 5900 ha große Nationalpark ist ein berühmtes Vogelparadies. Mit kleinen überdachten Motorbooten fahren wir zu Kolonien von Flamingos, Pelikanen, Kormoranen, Reihern und Fregattvögeln. Ein Stück geht es durch eine schmale Fahrrinne durch die Mangroven, die mit dem Farbstoff ihrer Wurzeln für die rotbraune Farbe des Wassers der Lagune verantwortlich sind.
Auf der Rückfahrt nach Cancun halten wir in einem Mayadorf. Hier hat man sich zu einer Kooperative zusammengeschlossen, um ohne Zwischenhändler in Heimarbeit gefertigte Handarbeiten, Silberschmuck, Holzschnitzereien und jede Menge Souvenirs an Touristen zu verkaufen. Die Toiletten sind sehr sauber, aber die Preise für das Angebotene hoch. Zurück im Hotel in Cancun liegen ca. 2800 km Busfahrt und unvergessliche Eindrücke hinter uns. Wir relaxen noch 3 Tage am Strand, bevor die Heimat uns zurückerhält.

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Barcelona

Am Montag um 11.30 Uhr begann unsere Reise nach Barcelona. Auf dem Weg nach Dort­mund meinte der Schaffner einen Clown gefrüh­stückt zu haben. Er machte sich über mein Ausweis­bild lustig. Nach dem prob­lem­losen Check In stand der oblig­a­torische Secu­rity Check auf dem Programm. Hier möchte ich erwähnen, dass das Personal sehr schweigsam war und keine Anweisungen gab, so dass man überhaupt nicht wußte, darf man durchgehen, bin ich gefährlich oder muss ich mich nackig machen. Ich stand nach dem Gang durch den Scanner wie bestellt und nicht abge­holt da und wußte nicht was ich tun sollte. Bis ich dann etwas unsanft darauf hingewiesen wurde doch Bitte mal weiter zu gehen. Nach dem ganzen Sicher­heitsstress wurde erstmal eine amtliche 400 Gramm Zart­bitter Toblerone für über 5 € gekauft. Nach dem Boarding musste ich fest­stellen, dass es nun im Zeitalter der Billigflieger keine Platzre­servierungen, Zeitungen und Zeitschriften mehr gibt. So weit nicht
schlimm, nur das nun jeder total verrückt im Flugzeug herumeiert wie im Zug und man während des Fluges nichts zu lesen hat. Ich bin zum ersten mal mit easyJet geflogen. Dabei habe ich mich stark gewun­dert, dass alle Instruk­tionen auss­chließlich in englis­cher Sprache erfol­gten und die Stew­ardessen nur Englisch verstanden. Außerdem wurden wir von einer Frau geflogen, das war eine Premiere für mich. Ich war es von Air Berlin und anderen gewöhnt kostenlos ein Getränk und einen Snack gere­icht zu bekommen. Bei easyJet kostet eine Erfrischung hingegen 4 €, durchaus nicht billig. Also von Service kann man leider nicht mehr sprechen. Haupt­sache, man kann sich eine PSP für 5 € ausleihen. Nur eine Toilet­tenge­bühr und einen “Dick­e­nauf­schlag” wurde noch nicht verlangt. Gut, das ich mich im Duty Free Shop mit Leck­ereien eingedeckt hatte. Aber mal ehrlich, für Leute, die kein Englisch verstehen ist das schon sehr unan­genehm, denn ohne fremde Hilfe
versteht dich das Bord­per­sonal nicht.

Naja, nach knapp zwei Stunden Flug waren wir endlich am Ziel. Die nächste Premiere folgte am Koffer­band. Üblicher­weise taucht mein Koffer erst im letzten Drittel auf, aber diesmal war er tatsäch­lich in den Top Ten. Danach mit Koffer schnell zum Bus, wo ich auch direkt mit einem ener­gis­chen “Vamos Vamos” begrüßt wurde. Im Bus wurde direkt mein iPhone heraus­ge­holt und das Navi angeschmissen. Ich wollte nämlich einen inof­fiziellen Test machen zwis­chen TomTom und Navigon. Nach kurzer Zeit hatte ich auch eine stabile GPS Verbindung. Mit dem Bus an der Plaza de Catalunya angekommen, begann auch direkt der Navi Test. TomTom erkannte meine Resi­den­zadresse sofort. Problem war nur, dass ich die Fußgänger­funk­tion auf Anhieb nicht finden konnte. Also zu Navigon gewech­selt, hier musste ich den Straßen­namen ander­sherum eingeben, konnte jedoch die spezielle Fußgänger­route prob­lemlos auswählen. Unsere Route führte uns durch viele kleine Gassen,
die GPS-Signalprobleme (bei beiden Apps) verur­sachten. Angekommen in der Carrer dels Carders mussten wir den Schlüssel im Laden gegenüber abholen; alles leider ohne jegliche Spanis­chken­nt­nisse.Aber eines wurde sofort klar, Spanier sind sehr freundlich und können im Gegen­satz zu den Fran­zosen gutes Englisch. Dann haben wir die Wohnung gesucht. Man sollte in Spanien wissen, dass unser deutsches Erdgeschoss dort das erste Obergeschoss ist. Soweit so gut, nur haben wir nicht bedacht, dass auf jeder Etage 3 Wohnungen sind. Somit begann die Suche nach der richtigen Wohnung. Tor 1, 2 oder 3, das war hier die Frage. Eine Tür kam in die engere Auswahl, allerd­ings immer mit der Angst, dass eine spanische Mama mit einem Nudel­holz aus der Tür sprang. War aber Gott sei Dank nicht der Fall. Jedoch wollte die auser­wählte Tür nicht aufgehen. Einige Minuten haben wir den Schlüssel heftig hin und her gedreht und uns dann die Frage gestellt: Haben die Spanier das Schloss etwa
falsch einge­baut? Und tatsäch­lich, die T!
ür lä�
�t sich gegen unsere Intu­ition nach rechts öffnen bei einer Tür, die nach vorne Links aufgeht. Egal, wir waren drin. Sehr schöne Wohnung, die wir bewohnen durften. Die Schwester meiner Freundin hat eine Freundin, die in Barcelona wohnt und ihre Wohnung im Sommer Freunden zur Unter­miete anbi­etet. Wir zahlten zu viert 400 € für eine Woche mitten in der Stadt. Netter­weise hat sie uns auch kleine Hinweise über Einkauf­s­möglichkeiten und Events aufgeschrieben.Da man in Spanien kein Leitungswasser trinken sollte, haben wir uns direkt auf den Weg zu “S Condis” (unser Home Super­markt für die kommende Woche) gemacht, um einen 8 l Kanister Wasser und Früh­stück­suten­silien zu kaufen. Dabei haben wir ein großes Schla­gloch auf dem Bürg­er­steig entdeckt. Dieses wurde erst nach vier Tagen abges­perrt. In Spanien dauert alles eben ein wenig länger. Bei uns in Deutsch­land wäre das nicht möglich gewesen.Danach wollten wir unseren Kiez etwas erforschen und
sind mit unseren iPhones auf die Straße gegangen. Leider gleiche Prob­lematik wie zuvor, die kleinen Gassen machen eine GPS Navi­ga­tion sehr aben­teuer­lich. Nach einigem Hin und Her wollten wir zu einem Hamburger Laden, der laut der Wohnungs­be­sitzerin als “spek­takulär” einzustufen ist. Leider ist das Finden eines Ladens nicht so einfach, wenn man den Namen nicht kennt und alles irgendwie gleich runtergekommen aussieht. Daher hatten wir auch keinen Erfolg und landeten in einer spanis­chen Tapasbar. Dort wurde uns direkt eine Eige­nart der Spanier klar, die uns jeden Tag beschäftigen sollte. Zur Essen­skarte wird nur die Weinkarte gere­icht, andere Getränke können zwar bestellt werden, Preise bleiben aber unklar. Am ersten Abend wurde dann auch direkt eine Paella gegessen und dazu Sangria getrunken. Sehr lecker, aber halt auch teuer. Zum runden Abschluss des ersten Tages schraubte ich mir noch eine Crema Cata­lana rein und musste dann etwas voll gefressen
auch direkt 26 € bezahlen. Danach waren alle!
satt un
d müde. Somit schnell nach Hause, um den zweiten Tag erholt starten zu können.

Tag 2 begann gemütlich um 10.00 Uhr mit einem spanis­chen Früh­stück. Wer auswan­dern möchte und noch eine Geschäft­sidee sucht: Brot in unserer Qual­ität ist sehr schwierig zu finden, wäre also der Renner. Somit hatten wir nur weiches Weißbrot. Heute stand Shop­ping bei Skunk Funk auf dem Programm. Es wurde also eine Route zu den drei Stores (Haupt­laden, Acces­soires­laden und Outlet) geplant, die zu Fuß gut zu bewältigen war. Nach den Erfahrungen des ersten Abends wurde zur Sicher­heit noch ein altmodis­cher offline Stadt­führer mit Karte eingesteckt. Aber wir mussten nur einmal rechts und dann eigentlich immer nur geradeaus, wie fast immer. Nach einem sehr heizen, aber durch die kleinen Gassen geschützten Spazier­gang wurde das Ziel erre­icht und hemmungslos geshoppt. Wir haben einige hundert Euro im Laden gegen Ware getauscht.
Hier unsere Einkäufe:Danach ging es quer durch die Stadt zum eigentlichen Main Store. Auf dem Weg dorthin wurden, wie in Spanien üblich, noch ein paar Tapas verzehrt. Unter­wegs erkan­nten wir einen weit­eren Unter­schied zu Deutsch­land: In Spanien gibt es noch die guten alten Tante Emma Läden. Hier findet man keine Mega Stores, erstaunlicher­wiese auch nicht von den großen Marken wie z. B. Nike. Die Auswahl an Läden ist wirk­lich sehr reich­haltig. Anders als bei uns spezial­isieren sich die Läden auf ein bis maximal zwei Produk­t­gruppen. Genau in dieses Schema passt auch das Skunk Funk Prinzip: Eher klein, die Acces­soires und reduzierte Ware sind jeweils in extra Stores ausgegliedert. Ich finde diese kleine-Lädchen-Kultur sehr schön und viel persön­licher (beson­ders kommu­nika­tiver) als beim Discounter. Nach dem Triple Skunk Funk wurde noch ein wenig Sight­seeing gemacht: Casa de La Ciutat, Pres­i­dencia de la Gener­al­itat de Cataluna, Palau de
la Gener­al­itat de Cataluna, Avin­guda de la Cate­dral usw. Durch den langen Spazier­gang waren wir ziem­lich kaputt und haben es nur noch bis zur Parro­quia Sta Maria del Mar geschafft. Dort haben wir uns noch eine Pizza in Tapas­größe reingeschoben, natür­lich zum Pizzanor­mal­preis, versteht sich. Hier haben wir auch direkt eine Erfahrung mit den berüchtigten Taschendieben gemacht. Ein älterer Herr mit einem Zettel (auf Spanisch) kam zu unserem Tisch. Da wir ihn nicht beachteten drehte er sich um und wollte weggehen. Da real­isierte er wohl, dass eine Geld­börse auf unserem Tisch lag, da wir zahlen wollten. Er kam zurück und legte seinen großen Zettel auf die Geld­börse und nahm sie in die Hand, als wir sie ihm im letzten Moment noch entreißen konnten. Daraufhin verschwand der alte Mann sehr schnell im Getümmel. Nach diesem Schreck haben wir uns halb hungrig nach Hause geschleppt und hätten den Schlaf der Gerechten ange­treten. Wäre da nicht die
Eige­nart der “Pöhler” Abspritzer. Da es in !
der Inne
n­stadt kaum Bäume gibt, aber umso mehr Hunde, müssen diese ihr Geschäft ja irgendwo verrichten. Und da werden die Poller schon mal des öfteren zweck­ent­fremdet und hemmungslos bepinkelt. Das führt in Kombi­na­tion mit der Wärme schnell zu unan­genehmen Gerüchen, so dass zweimal täglich Leute im Einsatz sind, um die Poller abzus­pritzen. Wie ökolo­gisch sinnvoll das in einem Land mit knappen Wasser­re­serven ist, kann jeder selber beurteilen.Tag 3 begann gewohnt gemütlich um 10.00 Uhr mit einem Früh­stück. Heute standen spanische Märkte auf dem Programm. Ersteinmal sind wir zu unserem Markt um die Ecke (Mercat de Santa Cate­rina) gegangen, um feine Ingri­dienz (Monster­früh­lingszwiebeln, leckere Oliven und eine 8,6kg Melone) für unser Cous­Cous zu kaufen. Denn wir hatten beschlossen heute mal selber zu kochen. Nach dem Motto “nach dem Einkauf ist vor dem Einkauf” machten wir uns auf den Weg zur Boqueria, größter Markt mit tollen Produkten.Hier
ist es sehr eng und sehr viele Menschen versuchen tolle Produkte einzukaufen. Aber Achtung vor Taschendieben! Direkt neben dem Markt verläuft auch die berühmte LaRambla.Nach einigen Snacks, Nüss­chen und Tapas mit Neon­reis machten wir uns auf den Weg zum Hafen. Sehr schöne Szenerie, leider aber auch sehr hot.Durch die kleinen Gassen bekommt man wenig direkte Sonne ab. Daher war uns die tatsäch­liche Hitze gar nicht bewusst. Nach 10 Minuten ging es dann noch auf den Passeig de Colom. Eine sehr schöne Palme­nallee. Aber ohne Schatten war das kaum auszuhalten.Auf dem Rückweg noch ein paar dicke Trauben, “echtes” Brot mit Kruste einge­sam­melt und ab nach Hause. Ganz gemütlich wurde am Abend selber gekocht. Dabei hörten wir zum wieder­holten Mal den lauten Fernseher unserer Nach­barn: wir nannten sie liebevoll “Oma und Opa Spanien”. Nach­mit­tags wurden Telen­ov­elas, abends das Abend­pro­gramm und das Spät­pro­gramm quer durch die Nach­barschaft
geträllert. Hier war der Fernseher nie aus. Beim!
nächtl
ichen Toilet­ten­gang kommt es auch schon mal vor, dass um 4 Uhr nachts einen leck­eres Mahl zubere­itet wird. Sind halt verrückte Leute, die Spanier.

Tag 4 begann wie immer gegen 10 Uhr mit einem Früh­stück. Heute sollte der erste und einzige Tag mit durchwach­senem und regner­ischem Wetter werden. Da bot sich die Gele­gen­heit einen großen Wandertag einzulegen, da die Hitze einen nicht direkt erdrücken konnte. Also haben uns gut gestärkt auf den 4,2 km langen Weg zum Parc Güell gemacht. Dabei mussten 400 Höhen­meter überwunden werden. Auf dem langen Marsch fielen uns wieder­holt die vielen Aufk­leber auf den Metall-Rolltoren, die hier jeder Laden nach Feier­abend herun­ter­lässt, auf.Nach kurzer Recherche stand fest, dass hier Schlosser bei Prob­lemen ihre Dienste anbi­eten. Da diese Aufk­leber überall auf den Toren kleben ist das bestimmt ein gutes Geschäft und zieht wohl Kunden an.
Angekommen am Parc war der Blick über Barcelona fantastisch.Endlich konnten wir die schöne Natur und den Leben­sraum verschieden­ster Tiere bewun­dern, da es in der Stadt kaum Bäume gibt. Leider ist in der Innen­stadt alles betoniert.Nun mußten wir nochmal beim Skunk Funk Outlet vorbei schauen, da meine Miturlauber nach reiflicher Überlegung nochmals zuschlagen wollten. Dies erwies sich als guter Plan, denn so haben wir den kurzen starken Regen einfach weggeshoppt. Als wir den Laden nach einer Stunde verließen, war wieder strahlender Sonnen­schein und der Boden fast abgetrocknet. Nur noch kleine Pfützen erin­nerten an den Regen. Auf dem Rückweg stellten wir eben­falls zum wieder­holten Mal fest, dass die Spanier gerne Singvögel halten. Die kleinen Gassen bekommen so auch eine angenehme Urwald-Untermalung, da die Käfige auf den Balkonen stehen. Leider sind diese Käfige viel zu klein und werden erstaunlicher­weise beim Spazier­gang mit umher­ge­tragen.Nach einem
langen Marsch von 15,3 km waren wir endlich zu Hause. Ich habe das iPhone App Trails benutzt, um unsere Route aufze­ichnen. Mein Fazit: Die vier Euro haben sich wirk­lich gelohnt. Das App zeichnet sogar die Wegstrecke ohne Daten­verbindung auf und ergänzt die Karte bei nachträglicher Daten­verbindung. Somit ist dieses App mein Tipp für Menschen, die wandern oder einfach nur wissen wollen wo sie waren, wie lang die Strecke war, wie lange sie unter­wegs sind, wie viele Höhen­meter erklommen wurden und noch vieles mehr. Jedoch ist seit Veröf­fentlichung des iPhones der Akku ein sensi­bles Thema. Bei starker Benutzung von GPS Navi­ga­tion und Tracking hält der Akku leider keinen ganzen Tag. Daher verließ uns die iPhone Navi­ga­tion leider regelmäßig gegen Nach­mittag. Hier werde ich mir für ähnliche Gele­gen­heiten in der Zukunft wohl einen Pock­e­tau­flader zulegen. Leider sind die Solar­vari­anten noch nicht mark­t­tauglich. Daher wird es wohl ein
konven­tionelles Gerät.
Nach der erfol­glosen Suche nach einer Tapasbar, die um 21.30 noch Essen anbi­etet landeten wir bei einer kleinen Pizza­s­tube. Klar, es gab keine ganze Pizza, sondern nur Stücke. Wir sind ja auch im Tapasland. Aber zum Glück hatten wir auf dem Markt ja noch eine Wasser­melone gekauft, die auch erstaunlich lecker war. Danach fielen wir mal wieder total kaputt ins Bett.

Am Tag 5 stand nach reich­haltigem Früh­stück der nahe­liegende Parc de la Ciutadella auf dem Programm. Der Park ist auch sehr schön und bietet im Gegen­satz zur restlichen Stadt Platz für Flora und Fauna.Nur merkten wir sehr schnell, dass es sehr heiß wurde und die Sonne extrem knallte. Nach diversen Pausen im Schatten beschlossen wir zu Hause lecker Pasta zu machen und Postkarten an die daheimge­bliebenen Lieben zu schreiben. Auf dem Weg zurück haben wir eine weitere Eige­nart kennen­gel­ernt. Beim Shop­ping der Postkarten liefen plöt­zlich die Ladenbe­sitzer wild umher und sprachen laut miteinander, bis plöt­zlich ein Alarm losging. Wir wußten überhaupt nicht was los war. Leider quatschten uns die Laden Muttis in total schnellem Spanisch zu, was die Spanier übrigens sehr gerne machen. Eine Passantin erbarmte sich dann und übersetzte. Die Laden Muttis waren in Aufre­gung, weil ein Taschendieb unter­wegs war. Die Alarmk­lingel sollte ihn verjagen.
Verrückte Idee, hat aber funk­tion­iert. Wenn man schon eine exrta Taschendieb-Alarmklingel hat muss die Plage ja wirk­lich schlimm sein.
Durch die immense Hitze betrug unsere heutige Wegstrecke nur 2,83 km. Nach dem leck­eren Essen mussten noch Brief­marken gekauft werden. Hier ist auch wichtig zu wissen, dass Brief­marken in Tabacos Läden zu bekommen sind. Plöt­zlich entdeckte ich etwas, was wohl kein deutscher je erfahren sollte. Nach der Nieder­lage vor dem Hamburger Landgericht gegen You Tube bietet die Gema nun in Barcelona Nippes aller Art an, um ihre Künstler bezahlen zu können.Als Beloh­nung für die heiße Einkauf­s­tour wartete noch eine leckere Wasser­melone auf uns. Dieser Tag war entspannt und zum Ausruhen. Nebenbei möchte ich auch mal die Müll­si­t­u­a­tion ansprechen. Wir haben drei Tage gebraucht, um (wahrschein­lich) alles zu begreifen. Spanien ist gerade um Umbruch und beginnt gerade die Müll­tren­nung. Daher wird Rest­müll und Biomüll mit einem kleinen Elek­troauto abge­holt (aber nicht regelmäßig), obwohl es auch Container für Flaschen, Pappe/Papier und Plastik
gibt. In manchen Bezirken gibt es auch Biomüll­tonnen. Schön ist auch, dass die Müll­tonnen hier ein “amtliches” Kennze­ichen besitzenAm 6. Tag hatten wir einen lustigen Besuch am Morgen. Nach meinem Duschgang hörte ich die Klingel. Da aber der Post­bote jeden Morgen klin­gelte, um an die innen liegenden Briefkästen zu kommen, dachte ich mir nichts dabei. Als aber jemand begann die Türe mit dem Schlüssel zu öffnen machte ich mich in Boxer­shorts bekleidet auf den Weg zur Tür. Da stand dann auch schon Rose­marie im Eingang. Und los ging die Show. Sie plaud­erte einfach drauf los und ich habe nichts verstanden. Okay, dass sie die Putzfrau ist und eigentlich drei Stunden putzen wollte habe ich nach einiger Zeit begriffen. Dann war aber schon Schluss mit comprende. Schnell habe ich mir mein iPhone geschnappt und das Wörter­buch App angeschmissen. Somit konnte ich ihr klar machen, dass wir Montag Nach­mittag wieder weg sind. Allerd­ings dauerte das Gespräch ca.
15 Minuten. Nach diesem Schreck wurde gefrüh­s!
tückt,
eingekauft und Siesta gemacht. Spanien like haben wir uns um 16.00 Uhr auf den Weg in die Altstadt gemacht, um die letzte Shop­ping­tour zu starten. Natür­lich konnten wir mal wieder nicht am Skunk Funk Laden vorbei gehen. Ich glaube wir vier haben insge­samt mehr als 700 Euro für Skunk Funk Klam­otten ausgegeben. Als Tapas Snack haben wir uns eine vege­tarische Falafel einver­leibt. Ich möchte an dieser Stelle mal erwähnen, dass es immer heißer wurde und mittler­weile mehr als 33 Grad im Schatten gemessen wurden. Die Hitze bringt einen um. Meine Haut ist eh schon durch die Sonnen­creme echt ekelig, zusät­zlich habe ich durchge­hend noch einen nassen Schweiß­film auf der Haut. Eigentlich müßte man jede Stunde duschen. Möchte aber nicht wissen wie die Haut nach einem Tag aussieht. Vorbei an schöner Street Art schleppten wir uns gerade noch nach Hause und schlürften wieder Melone.Am 7. Tag standen noch diverse Häuser Gaudis auf dem Programm. Wir krochen in der
prallen Sonne zur Casa Batlló und Casa MiláEs waren auf dem Weg wenig Touristen zu sehen, da die Geschäfte in Spanien wie bei uns auch am Sonntag geschlossen haben. Auffällig sind die vielen Park­plätze für Motor­roller, da in Barcelona sehr viel Roller gefahren wird. Auf unserem weit­eren Weg trafen wir wieder­holt auf Straßen­verkäufer, die nachgemachte Gucci und Channel Taschen und Fächer verkauften. Inter­es­sant war, dass sie immer eine Leine in der Hand hielten, womit sie sofort ihre Decke zum Ball formten konnten, wenn Gefahr durch Polizei drohte.Nach 4 km Wegstrecke waren wir wieder zu Hause und erholten uns von den heißen Stra­pazen.

Nun war also die Zeit für mein Navi Fazit gekommen. Nach einigen Anfang­sprob­lemen waren die getesteten Programme TomTom und Navigon fast gleich auf. TomTom hatte dann doch eine Fußgänger Option, nur leider etwas versteckt. Ich hätte mir diese Option zentraler gewün­scht und nicht im vierten Unter­menü. Beide Apps hatten öfters Signal­prob­leme, was aber wohl an den schmalen, kleinen Gassen Barcelonas lag. Hier ist aber wichtig festzuhalten, dass der GPS Empfänger des iPhones wohl auch nicht der stärkste ist. Anson­sten empfand ich die Navi­ga­tion mit Navigon etwas intu­itiver und besser. Hier konnte man zum Beispiel nach dem Eingeben des Ziels immer drei verschiedene Routen wählen. Wer seine Reise-Route aufze­ichnen möchte, dem kann ich nur das App Trails empfehlen.

Nach dem Essen wurden die Koffer und die letzte heiße Nacht in Angriff genommen.

Am 8. Tag stand der Abflug auf dem Programm. Die Wohnung wurde aufgeräumt, Müll und verderbliche Sachen wurden entsorgt und alles wieder zusam­mengerückt. Die Reise begann um 14 Uhr mit einem 20 Minuten Fußmarsch zur Plaza de Catalunya. Danach ging es mit dem Aerobus ca. 30 Minuten zum Flughafen. Hier verwun­derte mich wie auf der Hinfahrt der unglaubliche Fahrpreis von 5,05 €. Wenn dieser Preis mal kein Wech­sel­geld­mon­strum ist. Am Flughafen angekommen suchten wir das Terminal C, was anscheinend nur von EasyJet benutzt wird. Hin und her gelaufen, aber nur A und B gefunden. Dann sahen wir einen kleinen Aufsteller, der uns sagen sollte, dass wir wieder aus dem Terminal raus und außen herum gehen müssen. Daher ging es wieder raus in die Hitze und weitere 10 Minuten zu Fuß. Endlich angekommen direkt zum Check In und weiter zur Secu­rity Kontrolle. Hier hatte mal überhaupt keiner Lust zu arbeiten. Total gleichgültig wurden wir kontrol­liert. Nach dem
oblig­a­torischen Kauf im Duty Free Shop konnte ich erleben, wie EasyJet Flugzeuge abfer­tigt. Es waren zwei Maschinen gleichzeitig angekommen. Während die Passagiere das Gate noch verließen, begann schon das Boarding. Hier wird keine Zeit verloren. Echt verwun­dert war ich allerd­ings, als ich beobachtete, dass das Flughafen­per­sonal die abgeris­senen Flugtickets, nicht wie man meinen sollte, fein säuber­lich abheftete, sondern stumpf in den Papier­müll­con­tainer stopfte. Das nenne ich mal spanis­chen Daten­schutz. Muss das nicht aufge­hoben werden?

Auf dem Flug wurden wie auf dem Hinflug keine Zeitungen/Zeitschriften, aber teure Getränke und Snacks ange­boten. Nach einer harten Landung kamen wir dann um 19.30 Uhr in Dort­mund an. Diesmal entschied sich mein Koffer, wie üblich, zu den Letzten zu gehören, so dass ich der Aller­letzte war, der das Koffer­band verließ. Jetzt noch schnell zum Bus und dann zum Bahnhof. Dort trafen wir dann auf eine etwas verwirrte Frau (ca. 45 Jahre alt) mit zwei Kindern (ca. 10 und 13 Jahre alt). Wir halfen der Frau Fahrkarten zu ziehen und den richtigen Zug zu wählen. War einfach, da sie auch nach Münster wollte. Der Zug war gerade losge­fahren, da stand die Frau total aufgelöst wieder an der Zugtür, da sie wohl einen Koffer am Bahnhof vergessen hatte. Sie stam­melte nur, wie wichtig diese Tasche war. Sie tat mir leid.

Naja, um 21.22 Uhr endlich in Münster angekommen, ging es schnell nach Hause und sofort ins Bett. Und schon war eine Woche Urlaub vorbei. Aber auch hier gilt zum Glück, nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.

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Aqua Club Kusadasi in der Türkei

Familienfreundlich
super Urlaub, allerdings ist der Aquapark erst für Kinder ab 120 cm wirklich interessant, es sei denn es sind Kinder, die sich mit ein bisschen plantschen und Babyrutschen auch zufrieden geben.
Und das türkische Maß von 120 cm ist ein anderes als unser europäisches. Die legen als Grenze sicherheitshalber noch mal 5 cm oben drauf.

Sauberkeit lässt von Jahr zu Jahr mehr zu wünschen übrig, Zimmer im Haupthaus gehören dringend saniert Blutige Tuchenten und Bettdecken voller Urin gehören nicht in ein Zimmer!!!!!!! Sauberkeit lässt generell zu wünschen übrig Waren jetzt das 4. mal dort und das wird von Jahr zu Jahr leider schlechter Fein ist dass fast ausschließlich nationale Gäste sind

Lage & Umgebung

Wunderschön ideal mitten im Grünen und autofrei Ausflüge braucht man keine da im Hotel so viel geboten wird

Service

Personal ist von der Freundlichkeit spitze Wäscheservice wird um 15 Euro auch angeboten und die Wäsche kommt sauber und schön zusammengelegt zurück Kinderbetreuung für Kinder bis 8 Jahre im Kinderclub Appelino von 09.00-18.00 Uhr auch für Babies gibt es eigene Räumlichkeiten mit Betreuung Beschwerden werden höflich und entschuldigend entgegengenommen, allerdings die Reaktionen sind ausgeblieben

Gastronomie

Teller und Gläser waren dieses Jahr nicht besonders sauber obwohl sie frisch gespült und noch heiß waren Dafür lässt das Essen schon von früh weg keine Wünsche übrig

Sport, Pool & Unterhaltung

Das Angebot ist bestens und sehr vielseitig, nur für Kinder ab 10 Jahren fehlen geeignete Rückzugsorte an denen sie unter sich sind, ein Jugendclub oder Teeniehaus wären da sicher sinnvoll

Zimmer

Größe und Ausstattung gut, Möbel teils renovierungsbedürftig und an Sauberkeit vor allem unter den Betten mangelt es. Blutige Tuchenten und Bettdecken voller Urin gehören nicht in ein Zimmer!!!!!!! Sogar nach Anruf bei der Rezeption waren die Decken am nächsten Tag immer noch im Zimmer, woraufhin wir sie selbst entfernt haben

Tipps & Empfehlung

Juli ist vom Wetter her eher schlecht, wobei wir dieses mal Glück hatten, Internet überA1 funktioniert fast gar nicht Urlaub ist zwar teuer, aber durch das All inklusive rentiert es sich, vor allem weil für das komplette Outdoorprogramm inkl. Hochseilgarten nichts mehr bezahlt werden muss und für die Erwachsenen sogar Wein und Bier und Sekt gratis dabei ist

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Sri Lanka Wadduwa Villa Ocean View

Das Hotel liegt direkt am feinsandigen Sandstrand unweit von Kalutara entfernt.

Das Personal ist sehr freundlich, die Zimmer sind sehr zweckmässig eingerichtet und auch über das Essen konnte man sich nicht beschweren.

Wir wohnten in den preisgünstigeren Bungalows und hatten einen Balkon zur Meerseite.

Sunil, einer der Beachboys am Strand ist sehr zu empfehlen. Er bietet individuelle Ausflüge zu einem günstigen Preis an, zb. wie unten zu sehen, in die Berge zu den Wasserfällen.

 

 

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